Voyager

Buch 6

Unworthy

Christie Golden

Die Voyager und die ihr zugeteilte Flotte stehen kurz davor, per experimentellem Slipstreamflug in den Delta-Quadranten zurückzukehren. Kleinere Interferenzen und Unwägbarkeiten verzögern den Aufbruch. Dies nutzen Chakotay und Seven, die letzte Gelegenheit zu ergreifen und doch noch an Bord zu kommen.

Nach dem Tod ihrer schwerkranken Tante Irene - letztes Hanson-Familienmitglied - hat Seven einen Schock erlitten. Fast wahnsinnig ist sie im Laufe der zurückliegenden Tage und Wochen geworden von der Stimme, die sie allenthalben hört, seit die Caeliar das Borg-Kollektiv absorbiert haben (siehe Destiny). Mithilfe von Chakotays Schwester gelingt es, Seven soweit zu stabilisieren, dass sie reisefähig ist. Chakotay weiß, dass sie jetzt keine Zeit verlieren dürfen: Sie müssen die Caeliar oder ihre Hinterlassenschaften auf der anderen Seite der Galaxis irgendwie finden und offen legen, was mit Seven geschieht.

Admiral Batiste und Captain Eden, die gemeinsam den Befehl über die Flotte und die Voyager führen, kommt es nicht ungelegen, als die Exborg um eine Mitfahrgelegenheit bittet, war es doch in ihrem ursprünglichen Interesse, sie als Expertin einzustellen. Nur Chakotays Wiederauftauchen sorgt für Verstimmungen bei den neuen Befehlshabern. Als er vehement insistiert, kein Interesse an einer Kommandoposition zu haben, sondern einzig und allein Sevens Wohl zuliebe hier sei, gibt man sich zufrieden.

B'Elanna ist indes mit einem modifizierten Shuttle im Zuge eines ziemlich holperigen Slipstreamtransfers in den Delta-Quadranten gelangt. Mit Tom, der am Ende des letzten Buches erfahren durfte, dass sie doch nicht tot ist, hat sie bereits abgesprochen, dass sie sich treffen werden, sobald die Voyager zurück ist in diesem entlegenen Teil des Alls. Nach den schlimmen Erfahrungen um die Krieger von Gre'thor sind Beide übereingekommen, dass Miral geschützt werden muss. Sie entschließen sich, nach ihrer Wiedervereinigung gemeinsam das Weite zu suchen und auf einem Planeten im Delta-Quadranten ein neues Leben ohne ständige Bedrohung zu beginnen.

Da Tom erst in mehreren Tagen eintrifft, muss B'Elanna ihre Wartezeit überbrücken. Da ihr Schiff ohnehin beschädigt wurde, entschließt sie sich, Neelix und seiner Familie auf New Talax einen Besuch abzustatten. Der einstige Bordkoch ist zwar völlig überrascht ob des Wiedersehens, aber wenig begeistert, als er kurz darauf von B'Elannas Plänen erfährt. Unwesentliche Zeit später erkrankt Miral schwer. Die rückständige Medizin der Talaxianer ist machlos - ihr Fieber steigt und steigt. B'Elanna bleibt nur, auf das rechtzeitige Eintreffen der Voyager zu setzen.

Sie verlässt New Talax und begibt sich mit dem Shuttle zu den Rendezvouskoordinaten. Plötzlich stößt sie auf ein Schiff, welches sich als ehemaliger Borgwürfel entpuppt. Der Raumer ist optisch verändert - und eröffnet kurzerhand das Feuer. Obgleich der Angriff nicht annähernd mit der Wucht früherer Tage verläuft, verhindert nur das rechtzeitige Eintreffen der Voyager und ihrer Flotte Schlimmeres. B'Elanna und Miral können gerettet werden. Die eigentliche Mission hat noch nicht begonnen, aber eine alte Familie ist unter neuen Vorzeichen wieder vereint.

Weitere Untersuchungen führen die Voyager bald zu der Erkenntnis, dass ein Volk namens Indign sich einer Reihe driftender Kuben bemächtigt hat, nachdem die Borg verschwunden sind. Da sie selbst eine kollektive Spezies sind, von Borg allerdings als assimilationsunwürdig eingestuft wurden, streben sie in einer Art Verklärung der Borg als perfekte Zivilisation nach nichts anderem, als in das kybernetische Kollektiv aufgenommen zu werden. Sie bringen Opfergaben anderer, auf ihrer Welt lebender Rassen dar, um erhört zu werden, und steigern sich in eine Art religiösen Rausch hinein.

Die Indign wissen nicht, dass die Borg nicht mehr existieren. Doch steht nichts Gutes zu befürchten, dass sie von ihrem Ziel ablassen, wenn sie über die Auslöschung des Kollektivs informiert werden. Stattdessen mehren sich die Anzeichen, sie könnten mit den Überresten der Borg zu experimentieren und versuchen, ihrerseits in die Fußstapfen der kybernetischen Ungeheuer zu treten, ein neues Kollektiv zu begründen.

Die Gefahr kommt aber nicht nur von außen: Mithilfe von B'Elanna stellt sich heraus, dass in den Antrieb der Voyager ein Protokoll eingebaut wurde, das im Slipstreammodus ein Fenster in den fluiden Raum der Spezies 8472 öffnen kann. Offenbar kalkuliert jemand damit, den Waffenstillstand mit dem rätselhaften Alienvolk zu brechen...

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